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Die intago-Vision

Wir schreiben das Jahr 2012: In den letzten Jahren haben sich die Unternehmen der Baubranche grundlegend verändert; Neue Konzepte für Gebäude und Bauprodukte, die eine effiziente Bewirtschaftung und / oder nachträgliche Flexibilisierung zulassen, neue partnerschaftliche Arbeitsformen sowie eine intensive Markt-Kommunikation sind zu nachhaltigen Erfolgsfaktoren veränderungsbereiter Unternehmen geworden. Die strikte Orientierung am Kundennutzen, die Ausrichtung aller Leistungen auf den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks, von der Planung über die Ausführung und Nutzung bis hin zum Recycling, ist heute der Standard.

Die Veränderungen lassen sich an folgenden Eckpunkten darstellen:

  • Prozessmanagement:
    veränderte Prozesse und Strukturen,
    neue Kooperationen: horizontale und vertikale Diversifikation;
  • Digitale Werkzeuge:
    internetbasierte Systeme und Datenbanken, 3-dimensional mit Virtual Reality;
  • Technologien:
    neue Baustoffe und -produkte, insbesondere Systemprodukte,
    veränderte Fertigungs-, sowie Vertriebs- und Vergabestrukturen;
  • Marketing und Public-Relations:
    Kommunikation mit kombinierten online- / offline- Programmen (e-Marketing),
    Serviceangebote für Kunden und Interessenten.
 

Prozessmanagement

Alle Branchenpartner haben sich in den Produkt- und Dienstleistungs - Portfolios verstärkt auf den Gebäudebestand konzentriert. Die Erstellung eines detaillierten Pflichtenheftes vor Planungsbeginn auf Basis des Nutzerbedarfs mit allen Eckdaten z.B. zu Nutzungsvarianten, zum Gesamt-Energiebedarf, zu Bau- und Betriebskosten etc. wurde zum Standard. Überhaupt liegt heute der Schwerpunkt der Planungsarbeit in der Entwicklungsphase, die es in der HOAI 1996 noch gar nicht gab. Im Rahmen der Inbetriebnahme und einer dynamischen Abnahme wird die Einhaltung der Pflichtenheft-Werte als Erfolgsnachweis für das Projektteam überprüft.

Der gesamte Planungsablauf wird entlang eines Sollprozesses mit verbindlichen Meilensteilen, an denen bestimmte Qualitäten ("Quality Gates") erreicht sein müssen gesteuert. Die Bauherren werden definiert in die Entscheidungsfindung einbezogen; ihre Maßgaben sind "points of no return".

Das Projektteam und der Bauherr arbeiten digital vernetzt zusammen; einfach zu bedienende Hardware, z.B. der Planungstisch, erlauben eine partizipative Gestaltung und Optimierung gemeinsam mit den Betroffenen, selbst im Industrie-Anlagenbau.

In das planende Projektteam wird das Know-how der Baustoff- und Produkthersteller ebenso wie das der ausführenden Firmen intensiv einbezogen. Insbesondere die Hersteller geben in Internet-Datenbanken und mit Planungswerkzeugen wichtige Unterstützungen für die effiziente, Kosten- und nutzungsgerechte Gebäudeplanung.

Um die komplexen Aufgaben im Rahmen der Planung und Errichtung von Gebäuden effizient zu erfüllen und die früher geringe Kundenzufriedenheit zu steigern, haben sich Kooperationen in allen Phasen nachhaltig bewährt:

  • Planungsbüros sind nicht mehr auf technische Inhalte hin sondern auf Projektbereiche, z.B. Wohnungsbau oder Chemie-Industrieanlagen spezialisiert ausgerichtet und offerieren in diesen Bereichen dann sehr komplexe, interdisziplinäre Leistungsangebote kooperativ mit Fachspezialisten.
  • Ausführende Unternehmer, insbesondere Handwerksbetriebe arbeiten zur Ausnutzung von Synergieeffekten gewerkeübergreifend als Komplettanbieter. Dadurch ist es zu völlig neuen Wertschöpfungsstufen und Berufsbildern gekommen. Durch Veränderung der Anforderungsprofile an die Mitarbeiter und die Dienstleistungs-Orientierung haben Bauberufe auch in der Öffentlichkeit wieder ein positives Image.
  • Hersteller und Handel kooperieren für kundenindividuelle Lösungen bei der Planung und Realisierung
 
 
 

Digitale Werkzeuge

Durch neue Softwaretools und insbesondere die Internet-Integration hat sich die Planungsarbeit grundlegend verändert. Die Systeme sind auf den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes ausgerichtet; Produktkataloge im Internet stellen Daten kompatibel zu allen relevanten Softwaretools zur Verfügung und ermöglichen eine ganzheitliche Produktbewertung, z.B. in Bezug auf Energie, Kosten, Recycling auf Basis von Lifecycle-Wissensdatenbanken.

Durch die objektorientiertes Arbeiten und auf Basis der Produkt-Datenbanken können jetzt auch 3D-Planungssysteme effektiv eingesetzt werden; durch die Visualisierung mit Virtual Reality können auch Nicht-Fachleute bereits in frühen Phasen partizipativ in die Planung und Optimierung einbezogen werden. 3D-Messsysteme und Augmented RealityLEXIKON helfen auf der Baustelle die zum Fügen der Bausysteme erforderliche Maßgenauigkeit schnell und fehlerfrei zu erreichen.

In dem objektorientierten Modell sind Geometrien und technische Daten direkt digital miteinander verbunden. Dadurch ist z.B. die Ausschreibung unmittelbar auch für die Baustellen-Logistik mit verwendungsgerechter Anlieferung und die Arbeitsvorbereitung nutzbar; die damit erreichte Prozessoptimierung hat insbesondere Bauteams zahlreiche Marktpotentiale erschlossen. Auch Terminplanung und Controlling-Werkzeuge haben eine neue Qualität erhalten, denn diese Inhalte sind durch die objektorientierte Datenhaltung direkt im Gebäude-3D-Modell darstellbar.

 
 
 

Technologien

Durch das gewerkeübergreifende Denken und Arbeiten haben sich neue Systemschnittstellen etabliert. Dadurch wurden nutzungsorientierte Systembauteile als Kombination von Wand-, Boden-, Decken - Bauteilen des raumbildenden Ausbaus mit Gebäudetechnik-Komponenten flächendeckend einsetzbar.

Flexible Module und "Plug-and-Play"-Bausysteme haben hierbei besondere Bedeutung erlangt. Durch die präzise 3D-Vorplanung ist es möglich, z.B. Kabel- oder Rohrverbindungen im Werk vorzufertigen und in kompletten Trassen mit Steckverbindern tagesgenau an den Montageort zu liefern.

Überhaupt hat die Vorfertigung in stationären Fabriken oder Werkhöfen eine neue Qualität erreicht. Mass CustomizationLEXIKON heißt, dass komplexe Bausysteme oder ganze Gebäude individuell in industrieller Einzelfertigung aus einer hohen Zahl vorgefertigter Standardbauteile hergestellt werden. Handwerksbetriebe, die schon in gewerkeübergreifenden Teams gearbeitet haben, strukturieren sich vermehrt mit unterschiedlichen Gewerken in Werkhöfen, um in räumlicher Zusammenarbeit, durch Nutzung von Synergieeffekten und informelle Kommunikation, noch komplexere Systeme erstellen zu können und den Vorfertigungsgrad zu erhöhen.

Im Sinne ihrer Kundenorientierung haben die Hersteller das Wissen über die Lebenszyklus-Eigenschaften und -Kosten der Produkte intensiv ausgebaut. So können sie auch Garantie- und Wartungsleistungen wirtschaftlich erbringen und erreichen dauerhafte Kundenkontakte und -bindungen. Häufig ist der Service in Produktkonzepte integriert: statt wie früher Produkte einzukaufen werden Komponenten mit nutzungsadäquaten Eigenschaften einschließlich Service auf Zeit gemietet.

In diesem Umfeld haben sich ebenfalls die Vergabe- und Auftragsformen verändert, z.B. haben sich Leistungswettbewerbe bei Festpreis-Vorgaben etabliert. Vor dem Hintergrund der Zielkataloge und Pflichtenhefte aus der Planung (Kosten, Termine, Qualitäten) wurde die Produktberatung (und Erneuerungsempfehlung) zur Gewährleistung eines 100%-igen Betriebsoptimums zur wesentlichen Aufgabe in einem Customer Care Centre.

 
 
 

e-Marketing

Um die neue, partnerschaftliche Form der Kooperation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer in Bauprojekten zu etablieren, war eine neue, intensivere Kommunikation der Partner erforderlich. Zahlreiche, auch kleinere Branchenpartner haben ihre Neuorientierung und die damit verbundenen Erfolge sowohl im Internet als auch in klassischen (Print-)Medien publiziert und damit Kontakte zu ganz neuen Kundengruppen aufgebaut. Durch diesen kombinierten Ansatz wurde eine schnelle Erfolgskontrolle und wirksame Profil-Optimierung möglich.

Auch die Nutzung der unternehmensinternen und projektrelevanten e-Business - Potentiale haben die Unternehmen in die Kommunikation mit Interessenten einbezogen und konnten so ihre neue Dienstleistungsorientierung und zusätzliche Leistungsprogramme erfolgreich an Praxisbeispielen vermitteln.

Die Nutzung von e-Mail - Marketing oder die Einrichtung von Diskussionsforen hat unternehmensübergreifend zu einem neuen Wir-Gefühl und Selbstbewusstein in der Baubranche geführt. Die intensive interne und externe Kommunikation mit digitalen Werkzeugen hat alle unternehmensinternen Strukturen nachhaltig gestärkt. Zahlreiche Mitarbeiter haben an der Konzeption und Umsetzung neuer Angebote mitgewirkt oder haben diese in der Nutzung verantwortlich betreut und haben sich so zusätzliche Kompetenzen und neues Selbstbewusstsein erarbeitet.

 
 
 

 

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Übersicht Kompetenzen

erstellt: 23.04.2017     © intago GmbH